Schiff Woglinde

Schrauben-Dampfyacht ‘Woglinde’

Schiff Woglinde, alte Zeichnung
Das Schiff wurde 1902 mit der Bau-Nr. 411 D auf einer der größten Binnenwerften der Elbschifffahrts-Gesellschaft "Kette" in Dresden-Neustadt gebaut, die später nach Dresden Übigau verlegt wurde. Auftraggeber war Arthur von Schnitzler, der Besitzer des Schlosses Klink bei Waren/Müritz.

 

Hauptabmessungen:
Länge : 16,0 m
Breite : 3,5 m
Höhe : 1,5 m
Tiefgang : 1,0 m
Geschw. : 15 km/h
Antrieb : Zwei-Zylinder-Dampfmaschine, 35 Psi.
Kesseldruck: 10 atm
Heizfläche : 17 m²
Die ‘Woglinde’ wurde im I. Weltkrieg durch die Flussbauinspektion Parchim für den
Kriegsdienst requiriert und 1916 als Bereisungsdampfer der Militär-Kanal-Direktion I in
Brüssel eingesetzt, 1917 der Schifffahrtsabteilung des FECH (Feldeisenbahnchef des Großen
Generalstabs) zugeordnet und kam 1919 unversehrt nach Klink zurück (?) wurde aber 1922
nach Schweden verkauft, hier wechselten häufig die Besitzer und der Schiffsname. Im
September 1971 wurde das schöne Schiff durch einen Brand zerstört und abgewrackt.
Für das Modell waren keine Zeichnungen mehr auffindbar, so mussten eine Riss-Skizze und
wenige verbliebene Fotos und Zeichnungen vergleichbarer Schiffe genügen .
Auslieferung 1902
Auslieferung 1902 Dresden-Übigau

Risszeichnungen der Woglinde, Urheber Karl Nordmann/Bremerhaven
Risszeichnung von Karl Nordmann (Bremerhaven) u. Jürgen Richter (Schwerin)

Modell im Verkehrsmuseum Dresden (verschollen)
Modell im Verkehrsmuseum Dresden (verschollen)

Modell der WOGLINDE gebaut 2006
Modell der WOGLINDE gebaut 2006

Das Modell ist entstanden, im Bestreben, die Geschichte der Binnenschifffahrt auf den
Mecklenburger Oberseen zu illustrieren, ein reales Zeugnis ist die EUROPA mit der
Silhouette des Dampfers FONTANE- vielleicht ist auch dieses Modell ein Anstoß um an alte
Traditionen der Dampfschifffahrt anzuknüpfen.

Burkhard Preiss - Bremen im Dezember 2008